R. robustus war mit einer Körperlänge von mehr als einem halben Meter und einem Gewicht von vier bis sechs Kilogramm zwar schon bedeutend größer als eine Spitzmaus, nahm sich aber immer noch bescheiden aus im Gegensatz zu seinem nächsten Verwandten: Repenomamus giganticus. Dieses bislang unbekannte Säugetier maß bereits mehr als einen Meter und wog 12 bis 14 Kilogramm. Damit entsprachen seine Körpermaße in etwa denen eines mittelgroßen Hundes. Was auf dem Speiseplan von R. giganticus stand, wissen die Experten bislang nicht. Sie vermuten aber, dass er ebenfalls ein Fleischfresser war. Aufgrund seiner Körpergröße könnte er kleine Dinosaurier mit einem Gewicht bis zu sieben Kilogramm problemlos verschlungen haben.
Vermutlich besetzten die Säugetiere schon im Erdmittelalter zahlreiche ökologische Nischen, womöglich konkurrierten sie mit den Dinosaurieren auch um Nahrung und Territorium. Experten müssten sich nun die Frage stellen, wie die Säugetiere die Evolution der Saurier beeinflusst hätten, kommentiert Anne Weil von der Duke Universität in Durham die Funde. Es sei zwar sehr spekulativ, aber vielleicht seien einige Dinosaurier nur deswegen so groß geworden, um den gefräßigen Säugetieren zu entkommen.