30. Dez 2004 10:30
Das Seebeben im Indischen Ozean hat die Erdachse verschoben. Durch die Kräfte des Bebens hat sich auch die Rotation der Erde beschleunigt.
«Die Resultate basieren auf Phasenmessungen», sagte Urs Hugentobler, der Leiter der GPS-Gruppe des AIUB, der Netzeitung. Die Werte seien daher bis auf wenige Millimeter genau. Die Erdachse ist jedoch nicht fest mit der Erde verbunden. Infolge von Massenumlagerungen im Erdinneren, in den Ozeanen und in der Atmosphäre verändert sich ihre Lage stetig. Als Folge verschieben sich Nord- und Südpol um bis zu zehn Zentimeter pro Tag innerhalb eines Umkreises mit einem Durchmesser von etwa 15 Metern. Die Verschiebung durch das Beben beträgt demnach maximal acht, mindestens jedoch zwei Zentimeter, sagt Hugentobler.Diese Auswirkung des schweren Seebebens im Indischen Ozean sei außergewöhnlich, heißt es in der Mitteilung. Negative Konsequenzen des Ereignisses auf die Erdrotation könnten aber ausgeschlossen werden. Die Erhöhung der Rotationsgeschwindigkeit durch die Kräfte des Bebens sind geringfügig. Wahrscheinlich hat es den Tag des Bebens nur um wenige Mikrosekunden (Millionstel Sekunden) verkürzt.