27. Aug 2004 11:51
Überfischung wird vor allem dem professionellen Fischfang angelastet. Doch auch Freizeitangler gefährden die Bestände stärker als bislang angenommen.
Bei einigen Arten übersteigt der Anteil durch Angler gefangener Fische den kommerziellen Fang, sagen Forscher um Felicia Coleman von der US-amerikanischen Florida State University in Tallahassee. Beim Roten Trommler Sciaenops ocellatus betrage er sogar 93 Prozent. In den Gewässern des Golfs von Mexiko seien es Angler, die 64 Prozent des Fangs überfischter Arten an Land ziehen. Im südlichen Atlantik beträgt der Freizeitfang 38 Prozent des Gesamtfanges.Insgesamt betrage der Anteil durch Angler gefangener Fische vier Prozent, berichten die Biologen in der Online-Ausgabe des Magazins «Science». Er liegt damit doppelt so hoch wie bislang angenommen. «Wenn es Ziel des Fischereimanagements ist, lebensfähige Populationen und Ökosysteme zu erhalten, dann benötigen sowohl der Freizeit- als auch der kommerzielle Fischfang effektive Beschränkungen» schreiben die Autoren. (nz)