13. Jul 2004 11:35
Durch das Bevölkerungswachstum des Menschen ist jede vierte Säugetierart bedroht. Besonders Raubtiere sind gefährdet, zeigt eine aktuelle Studie.
«Es gibt keinen Grund für Zuversicht bezüglich des Fortbestands einer Art, nur weil diese im Moment nicht als gefährdet gilt», berichten Wissenschafler um Marcel Cardillo vom britischen Imperial College London. In der Online Ausgabe des Magazins «Public Library of Science Biology» beschreiben die Forscher ein neuartiges Modell zur Berechnung der Gefährdung einer Art. Es berücksichtigt die lokale menschliche Bevölkerungsdichte, die Bevölkerungsdichte der Tierart, ihren Fortpflanzungsrhythmus und ihr Lebensraumspektrum.Anhand der Kombination der biologischen Daten mit der menschlichen Bevölkerungsdichte könne die Gefährdung einer Art besser bestimmt werden als anhand der beiden Faktoren allein. So sind etwa Arten, die sich langsam fortpflanzen und in vom Menschen dicht besiedelten Gebieten leben stärker gefährdet als Arten, die sich ähnlich langsam fortpflanzen aber in menschenarmen Regionen leben, sagen de Forscher.