netzeitung.deNashornbestände haben zugenommen

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Spitzmaulnashorn (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Spitzmaulnashorn
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die illegale Bejagung von Nashörnern hält an. Doch die Bestände der beiden bedrohten Arten haben in den letzten Jahren zugenommen.

Eine Expertengruppe der Weltnaturschutzunion IUCN und des World Wide Fund for Nature (WWF) legte einen Bericht zum bestand der Nashörner vor. Wenn die aktuellen Trends in der Bestandsentwicklung der afrikanischen Nashörner weiter anhalten, könnten die bedrohten Dickhäuter vor dem Aussterben bewahrt werden.
Illegaler Handel
Die Zahl der Spitzmaulnashörner, die Mitte der 1990er Jahre bei rund 2500 Tieren stagnierte, wird heute auf 3600 geschätzt, teilte der WWF am vergangenen Donnerstag mit. Der Bestand der Breitmaulnashörner ist auf rund 11.000 Tiere angestiegen. Die Artenschützer des WWF weisen jedoch darauf hin, dass dies nur einen Bruchteil des einstigen Nashorn-Bestands in Afrika darstellt. «Wir werden weiter für den Schutz der Nashörner kämpfen müssen», sagt Stefan Ziegler, Artenschutzexperte des WWF.

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es schätzungsweise 400.000 Spitzmaulnashörner. Inzwischen sind die Tiere in mehreren Ländern ausgerottet. Den Grund für den Rückgang der Bestände sieht der WWF vor allem in der Jagd. Wilderer töten die Tiere wegen ihres Horns, das zum Beispiel als Fieber senkendes Mittel in der chinesischen Medizin verwendet wird.

Der internationale Handel mit Rhinozeros-Hörnern ist seit 1977 verboten. Alle Staaten, in denen heute noch Nashörner in freier Wildbahn leben, haben die Jagd untersagt. Doch die Nachfrage nach Nashorn-Präparaten ist nach wie vor ungebrochen und steigt mit wachsendem Wohlstand in einigen asiatischen Ländern. Auf dem Schwarzmarkt werden mehr als 15.000 US-Dollar (etwa 12.300 Euro) für ein Kilo der Hornsubstanz geboten. (nz)