16. Jun 2004 12:03
Vorübergehende Symptome festgestellt: Der Konsum der hauptaktiven Substanz der Droge Cannabis löst Schizophrenie-artige Zustände aus.
Forscher um Cyril D'Souza von der Yale University in New Haven im US-Bundesstaat Connecticut haben Probanden unterschiedlich hohe Dosen des Cannabis-Wirkstoffs delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) verabreicht. Einige der Versuchspersonen zeigten daraufhin für die Dauer einer halben bis zu einer ganzen Stunde Schizophrenie-artige Symptome, berichteten die Wissenschaftler kürzlich in einer Online-Veröffentlichung des Magazins «Neuropsychopharmacology».Dazu gehörten Verwirrungs- und Angstzustände, verminderte Gefühlswahrnehmung und Spontaneität sowie Gedächtnisprobleme und Aufmerksamkeitsstörungen. THC löste bei den Versuchspersonen zudem euphorische Zustände und einen Anstieg der Konzentration des Stresshormons Cortisol aus. Bei Folgeuntersuchungen drei und sechs Monate nach der THC-Gabe wurden diese Symptome nicht mehr festgestellt.