Im Vergleich zu damals lebenden Vorfahren des heutigen Menschen sind Neandertaler laut einer Studie schneller gewachsen. Im Alter von 15 Jahren seien die vor 30.000 Jahren ausgestorbenen Ureinwohner bereits ausgewachsen gewesen, berichtet das britische Magazin «Nature». Alter nach Zähnen
Daraus folgerten die Wissenschaftler, dass auch der gesamte Körper schneller wuchs. Die Neandertaler wurden mit 15 Jahren erwachsen. Der Homo sapiens dagegen erst mit 18 bis 20 Jahren. Die Neandertaler hätten sich unwirtlichen Lebensumständen anpassen müssen, sagte Rozzi. Auch ihre Geschlechtsreife hätten sie daher schneller erlangen müssen. Kein direkter Vorfahr
Die Neandertaler, die nach einem 1856 entdeckten Fundort im Neandertal bei Düsseldorf benannt wurden, bevölkerten vor mindestens 125.000 Jahren Europa und Asien, bis sie vor rund 30.000 Jahren ausstarben. In der Forschung ist umstritten, ob sie sich mit den modernen Menschen vermischten. Kollegen skeptisch
Der amerikanische Anthropologe Erik Trinkaus äußerte Skepsis gegenüber der Studie. Das Wachstum der Zähne schwanke in einer Population stark, sagte er. Nicht alle von Rozzi untersuchten Zähnen der Neandertaler seien schnell gewachsen, manche genauso langsam wie beim Homo sapiens. (nz)
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