Studie: Acrylamid verursacht keinen Brustkrebs
30.03.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Die Medizinerin von der US-Amerikanischen Harvard University in Boston, Massachusetts, leitete ein Team, dass Daten von rund 50.000 schwedischen Frauen auswertete. Der Acrylamid-Konsum der Studienteilnehmerinnen hatte demnach keine Auswirkung auf die Entstehung eines Mamakarzinoms.
Wie Mucci jetzt auf dem Jahreskongress der American Chemical Society berichtete, ist das Risiko einer Krebserkrankung durch das Lebensmittelgift in den Dosen, die Menschen durchschnittlich aufnehmen, gering. In einer ähnlichen Studie hatte Mucci bereits im vergangenen Jahr nachgewiesen, dass die Substanz auch das Risiko von Darm-, Nieren- oder Blasenkrebs nicht erhöht. «Niemand sagt, dass dadurch eine Krebsepidemie ausgelöst werden wird», sagte Mucci.
In Tierversuchen mit Ratten hatte die Substanz Magentumoren ausgelöst, daher gilt sie als «wahrscheinliches menschliches Karzinogen». Die Versuchstiere hatten jedoch die reine Substanz in hoher Dosis erhalten. Daher können die Ergebnisse nicht direkt auf den Menschen übertragen werden, der die Substanz in geringerer Dosis mit der Nahrung aufnimmt. (nz)

