In diesen Teppichen, die bis zu fünfzig Quadratmeter groß sein können, fanden die Wissenschaftler verschiedene Algen, Kleinkrebse, Kammerlinge und Fischeier. Nach wenigen Stunden hat ein solcher Teppich so viele Partikel gefangen, dass er beginnt zu zerfallen und einzelne Teile zum Meeresboden der Rifflagune sinken. Die Tiere und Mikroorganismen der Rifflagune fressen und verarbeiten diese angereicherten Schleimbrocken und setzen Nährstoffe wie Ammonium und Phosphat frei. Durch diesen Mechanismus fördern Korallen das vielfältige Leben im Riffökosystem und gewinnen dabei sogar einen Teil ihrer durch den Schleim abgegebenen Nährstoffe wieder zurück.Die Bremer Wissenschaftler haben damit einen Prozess aufgedeckt, durch den nicht nur lebensnotwendige Nährstoffe im Riffökosystem zurückgehalten werden. Da der Schleim auch viele Schwebstoffe, die durch das Riff treiben, einfängt, wird das Nahrungsangebot im Ökosystem sogar erweitert. Eine Bilanzierung zeigt, dass dieser Mechanismus allein 14 bis 26 Prozent des Kohlenstoff-, 12 bis 22 Prozent des Stickstoff- und 2 bis 3 Prozent des Phosphorverbrauches der Rifflagune abdeckt. (nz)