Löwenjagd der Nase nach
24.02.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Das Team hat Daten von Löwenpopulationen im Serengeti-Nationalpark und im Nationalpark Ngorongoro-Krater in Tansania, die über vierzig Jahre gesammelt worden waren, in einen Computer eingegeben. Die Forscher simulierten die Folgen verschiedener Abschussquoten für einen Zeitraum von fünfzig Jahren. Wie sie am gestrigen Montag in einem Online-Artikel des Magazins «Nature» berichteten, nähmen die Populationen den geringsten Schaden, wenn nur ältere Männchen geschossen würden.
«Diese ist eine der wenigen Studien, die zeigen, welchen Einfluss die Jagd auf das Verhalten hat», sagt Whitman. Sie weise zudem nach, dass eine nachhaltige Löwenjagd betrieben werden könne. Die damit verdienten Gelder ein Löwenabschuss bringt den Jagdführern um 30.000 US-Dollar (ca. 24.000 Euro) ein würden auch zum Schutz der Wildtiere beitragen. Ohne die Jagd würde die lokale Bevölkerung die Löwen weniger tolerieren, sagt Craig Packer, einer der Autoren.
«Wir versuchen, den Konflikt zwischen Jägern und Naturschützern zu entschärfen», sagt Packer. Die Einnahmen der Löwenjagd könnten die Betreiber von Safaris veranlassen, zum Schutz der Tiere beizutragen. Denn würden die Tiere aussterben, bedeutete das das Ende ihres Geschäfts.
Für das Web ediert von Patrick Eickemeier

