netzeitung.deLondon plant Steuer auf Dickmacher

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Die britische Regierung plant Maßnahmen gegen die Fettleibigkeit der Briten. Es wird erwogen, auf dick machende Lebensmittel eine Steuer zu erheben.

Nach Ansicht der britischen Regierung sind für das Übergewicht vieler Briten vor allem ernährungsphysiologisch minderwertige und dick machende Lebensmittel verantwortlich. Deshalb erwägt Premierminister Tony Blair jetzt, auf diese Produkte eine so genannte Fettsteuer zu erheben, wie die Zeitung «Times» berichtet.

Die Steuer ist einer von vielen Vorschlägen, die ein Expertenteam des Premierministers erarbeitet hat. Demnach sind neben der «Fatty food tax» noch weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Fettleibigkeit der Briten vorgesehen. Geplant ist zudem, Lebensmittelhersteller zu verpflichten, den Fett- und Zuckergehalt ihrer Produkte auf der Verpackung anzugeben.
Schreckliche Konsequenzen
Die Experten wiesen zugleich auf die Schwierigkeiten hin, den zügellosen Appetit der Briten zu bremsen. Deren zunehmender Hang zur Fettleibigkeit sei von den Gesundheitsbehörden nur wenig zu beeinflussen, hieß es. Sie plädierten laut der Zeitung für «bessere Nährwertstandards» für Nahrungsmittel und Getränke.

Die britische Regierung war vor wenigen Tagen von Gesundheitsexperten aufgefordert worden, angesichts des Problems umgehend zu reagieren. Sie warnten, wie die «Times» schriebt, vor der «schrecklichen gesundheitlichen Konsequenzen» der Fettleibigkeit. Laut Studien wird bis zum Jahr 2020 jeder dritte Erwachsene Großbritannien sowie jedes dritte Mädchen und jeder fünfte Junge fettleibig sein. (nz)