Supercomputer für die deutsche Forschung
17.02.2004
Herausgeber: netzeitung.de
«Das wissenschaftliche Rechnen hat die Arbeit der Naturwissenschaftler revolutioniert», sagt Thomas Lippert, Leiter des Jülicher Zentralinstituts für Angewandte Mathematik. Sie seien jetzt nicht mehr allein auf Experiment und Theorie angewiesen, um zu Ergebnissen zu gelangen. Seinen Vorgänger übertreffe der neue Computer an Rechengeschwindigkeit um mehr als das Zehnfache, heißt es in der Mitteilung weiter.
Der Computer besteht aus 41 Rechnerknoten mit insgesamt 1312 Prozessoren. Er erreicht eine Spitzenleistung von nahezu neun TeraFlops fast neuntausend Milliarden Rechenoperationen pro Sekunde. Sein Arbeitsspeicher ist 5,2 TeraByte groß. Ein schnelles Netzwerk verbindet die 41 Knoten zu einem einheitlichen Gesamtsystem. Beim Jülicher IBM-Computer wird diese Technologie erstmals in dieser Größenordnung eingesetzt.
Die Hälfte der Rechenkapazität des neuen Jülicher Supercomputers nutzen Wissenschaftler des Forschungszentrums und der Industrie, die andere Hälfte wird bundesweit durch das John von Neumann-Institut für Computing an Projekte aus Wissenschaft und Forschung vergeben. (nz)

