WHO fürchtet Vogelgrippe-Pandemie
27.01.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Das Virus, das Geflügelbestände in Vietnam, Thailand, Kambodscha, Japan, Südkorea, Taiwan, Indonesien und zuletzt Pakistan sowie Laos infiziert hat, könnte sich zu einem «effizienten und gefährlichen menschlichen Krankheitserreger» entwickeln. Noch sei dies jedoch nicht passiert, so die Organisationen.
Bislang hat es menschliche Opfer nur in Thailand und Vietnam gegeben, acht Infizierte sind gestorben. Wahrscheinlich haben sich die Betroffenen bei Tieren angesteckt. Doch wenn das Vogelvirus in einem menschlichen Organismus auf menschentypische Grippeviren trifft, könnten die Erreger Gene austauschen. Dadurch könnte ein neues Vogelgrippe-Virus entstehen, das leicht von Mensch zu Mensch übertragen wird.
FAO, OIE und WHO appellierten an Spender, Fonds zur Bekämpfung der Krankheit in den betroffenen Ländern bereit zu stellen. Die Bauern müssten infizierte Geflügelbestände schnell schlachten und eine Entschädigung erhalten. Arme Länder bedürften bei diesen Maßnahmen, die der gesamten internationalen Gemeinschaft zugute kämen, der Hilfe. (nz)

