netzeitung.deWHO fürchtet Vogelgrippe-Pandemie

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Arbeiter in Thailand beseitigen Geflügelkadaver nach der Notschlachtung (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Arbeiter in Thailand beseitigen Geflügelkadaver nach der Notschlachtung
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die WHO fürchtet, dass die Vogelgrippe in Asien in großem Umfang auf Menschen übergehen könnte. Offenbar bleibt zur Eliminierung der Bedrohung nur wenig Zeit.

Die Weltgesundheits-Organisation (WHO) fordert internationale Zusammenarbeit, um eine mögliche Vogelgrippe-Epidemie unter Menschen zu verhindern.
«Effizient und gefährlich»
Die Ausbreitung des Influenza-Virus in mehreren Regionen Asiens stelle eine Bedrohung der menschlichen Gesundheit und ein Desaster für die landwirtschaftliche Produktion dar, erklärte die WHO am heutigen Dienstag gemeinsam mit der Food and Agriculture Organization (FAO) der UN und der World Organisation for Animal Health (OIE).

Das Virus, das Geflügelbestände in Vietnam, Thailand, Kambodscha, Japan, Südkorea, Taiwan, Indonesien und zuletzt Pakistan sowie Laos infiziert hat, könnte sich zu einem «effizienten und gefährlichen menschlichen Krankheitserreger» entwickeln. Noch sei dies jedoch nicht passiert, so die Organisationen.

Bislang hat es menschliche Opfer nur in Thailand und Vietnam gegeben, acht Infizierte sind gestorben. Wahrscheinlich haben sich die Betroffenen bei Tieren angesteckt. Doch wenn das Vogelvirus in einem menschlichen Organismus auf menschentypische Grippeviren trifft, könnten die Erreger Gene austauschen. Dadurch könnte ein neues Vogelgrippe-Virus entstehen, das leicht von Mensch zu Mensch übertragen wird.

«Wir haben nur kurz die Möglichkeit, die Bedrohung zu eliminieren», sagt der FAO-Generaldirektor Jacques Diouf. WHO-Chef Lee Jong-Wok sagte, «dieses Mal gibt es die Möglichkeit, wenn wir zusammenarbeiten und benötigte Hilfe teilen, das Problem zu kontrollieren, bevor es globale Ausmaße erreicht».

FAO, OIE und WHO appellierten an Spender, Fonds zur Bekämpfung der Krankheit in den betroffenen Ländern bereit zu stellen. Die Bauern müssten infizierte Geflügelbestände schnell schlachten und eine Entschädigung erhalten. Arme Länder bedürften bei diesen Maßnahmen, die der gesamten internationalen Gemeinschaft zugute kämen, der Hilfe. (nz)