Hühner brauchen mehr als Platz
22.01.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Neben der Sterblichkeit, der Konzentration eines Stresshormons im Mist und dem Verhalten der Tiere bewerteten sie deren Gesundheit, vor allem anhand des Zustands der Beine und der Lauffähigkeit. Als äußere Faktoren wurden in den Ställen Temperatur, Feuchtigkeit, Luftqualität und Verschmutzung durch Mist berücksichtigt.
In den dichtest besetzten Ställen wuchsen die Tiere zwar langsamer und behackten sich mehr. Die Sterblichkeit und die Konzentration der Stresshormone waren jedoch unter schlechten klimatischen Bedingungen am höchsten. Dazu gehörten auch die Mistfeuchtigkeit und die Ammonium-Konzentration in der Luft Bedingungen, die vor allem von der technischen Ausstattung der Ställe abhängen.
Gesetzliche Vorschriften zur Hühnerhaltung dürften nicht alleine die Besatzdichte berücksichtigen, schließen die Forscher. Diese beeinflusse zwar das Wohlbefinden der Tiere, sei aber für sich innerhalb gewisser Grenzen weniger wichtig als andere Faktoren in der Umwelt der Vögel. Begrenzungen könnten zwar große Auswirkungen auf die Hühnerfleisch produzierenden Betriebe haben, das Ziel, die Haltungsbedingungen zu verbessern, aber verfehlen.
Für das Web ediert von Patrick Eickemeier

