19.01.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Berggorilla
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Trotz militärischer Konflikte in der Region haben Berggorilla-Bestände in Zentralafrika offenbar zugenommen. Doch die Art ist weiterhin gefährdet.
Die Berggorillas im Dreiländereck Kongo, Ruanda und Uganda haben sich vermehrt. Seit einer Bestandsaufnahme im Jahr 1989 ist die Population der großen Menschenaffen um 17 Prozent gewachsen.
Weltweit einziger BestandArtenschützer hatten befürchtet, dass während der anhaltenden Unruhen in der Region die Berggorillas untergehen könnten. Doch obwohl es Opfer unter den Tieren gegeben hat, sind offenbar die meisten Wilderern und marodierenden Milizen entgangen. Wie der
Dian Fossey Gorilla Fund International (DFGFI) am vergangenen Freitag mitteilte, ist ihre Zahl von 324 im Jahr 1989 bis Ende des Jahres 2003 auf 380 angewachsen.
Doch die Berggorillas sind weiterhin durch Wilderei vom Aussterben bedroht. Es handelt sich um den weltweit einzigen Bestand der Art Gorilla gorilla beringei. Eine Population von 320 Berggorillas im Bwindi-Nationalpark in Uganda wird einer anderen Unterart zugerechnet, heißt es in der Mitteilung weiter.
Wichtige EinkommensquelleDer Zuwachs sei ein Beweis für die Effektivität des Rund-um-die-Uhr-Schutzes, den Wildhüter leisten, sagt Dieter Steklis, leitender Wissenschaftler des DFGFI. Die Population bewohnt ein Gebiet im Virunga-Vulkangebirge, das sich über drei zusammenhängende Nationalparke erstreckt: den
Parc des Virungas in der Republik Kongo, den
Parc des Volcans in der Republik Ruanda und den
Mgahinga Gorilla National Park in Uganda.
Seit die Tiere mit dem Kinofilm «Gorillas im Nebel» über das Leben der Primatenforscherin Dian Fossey weltweit berühmt geworden sind, hat sich der Tourismus in der Region zu einer wichtigen Einkommensquelle entwickelt.