19. Jan 2004 11:16
Trotz militärischer Konflikte in der Region haben Berggorilla-Bestände in Zentralafrika offenbar zugenommen. Doch die Art ist weiterhin gefährdet.
Artenschützer hatten befürchtet, dass während der anhaltenden Unruhen in der Region die Berggorillas untergehen könnten. Doch obwohl es Opfer unter den Tieren gegeben hat, sind offenbar die meisten Wilderern und marodierenden Milizen entgangen. Wie der Dian Fossey Gorilla Fund International (DFGFI) am vergangenen Freitag mitteilte, ist ihre Zahl von 324 im Jahr 1989 bis Ende des Jahres 2003 auf 380 angewachsen.Doch die Berggorillas sind weiterhin durch Wilderei vom Aussterben bedroht. Es handelt sich um den weltweit einzigen Bestand der Art Gorilla gorilla beringei. Eine Population von 320 Berggorillas im Bwindi-Nationalpark in Uganda wird einer anderen Unterart zugerechnet, heißt es in der Mitteilung weiter.
Der Zuwachs sei ein Beweis für die Effektivität des Rund-um-die-Uhr-Schutzes, den Wildhüter leisten, sagt Dieter Steklis, leitender Wissenschaftler des DFGFI. Die Population bewohnt ein Gebiet im Virunga-Vulkangebirge, das sich über drei zusammenhängende Nationalparke erstreckt: den Parc des Virungas in der Republik Kongo, den Parc des Volcans in der Republik Ruanda und den Mgahinga Gorilla National Park in Uganda. Seit die Tiere mit dem Kinofilm «Gorillas im Nebel» über das Leben der Primatenforscherin Dian Fossey weltweit berühmt geworden sind, hat sich der Tourismus in der Region zu einer wichtigen Einkommensquelle entwickelt.