12. Jan 2004 12:39
Mediziner haben Online-Angebote analysiert: Arzneimittel-Information im Internet können demnach ein Sicherheitsrisiko darstellen.
Die Mediziner analysierten insgesamt 303 Viagra-Websites. Wie sie im «British Journal of Clinical Pharmacology» berichten, geben nur ein Fünftel der beurteilten Homepages die maximal erlaubte Dosis pro Tag an. Auch auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, die eine Dosisanpassung erforderlich machen könnten, würde nur selten eingegangen, teilte die Uniklinik am heutigen Montag mit. Der Hinweis, dass Viagra eine Stunde vor Eintritt der gewünschten Wirkung genommen werden sollte, fehle bei einem Drittel der Homepages. Nebenwirkungen wie Sehstörungen und Kopfschmerzen werden dagegen meist genannt. Anzeichen qualitativ besserer Informations-Angebote seien Referenzen zur medizinisch-wissenschaftlichen Literatur auf den Homepages. Auch ein Link auf die Informationen der Zulassungsbehörden sei ein wichtiger Qualitätsindikator.