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Amerikanische Teens sind zu schwer

06. Jan 2004 15:55
Die USA haben im Vergleich mit anderen Industrieländern die mit Abstand dicksten Teenager. 15 Prozent sind nicht nur übergewichtig, sondern fettleibig.

In den Industrieländern ist Übergewicht ein erhebliches Problem für die Gesundheit vieler Menschen. Den Rekord dabei halten die USA, wo Übergewicht bereits als größeres Problem für das Gesundheitssystem eingestuft wird, als Rauchen oder Alkoholmissbrauch. Laut einer internationalen Studie des dänischen Instituts für Volksgesundheit (Statens Institut for Folkesundhed) in Kopenhagen leben in den USA auch die dicksten Teenager.

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In der Altersgruppe der 15-Jährigen sind demnach 14 Prozent der amerikanischen Mädchen und 15 Prozent der Jungen fettleibig. Als Übergewichtig müssen 31 Prozent der Mädchen und 28 Prozent der Jungen gelten.

Body Mass Index

Damit ist ihr Anteil weit größer als in anderen Industrieländern. In Griechenland, Portugal, Irland, Israel oder Dänemark, den Ländern, die ein ähnliches Problem haben, wogen weitaus weniger Teenager so viel. So sind es in Griechenland 5,5 Prozent der Mädchen (16 Prozent übergewichtig) und 11 Prozent der Jungen (29 Prozent). In Israel lediglich sechs Prozent der Mädchen (16 Prozent übergewichtig) und sieben Prozent der Jungen (20 Prozent).

In «dünneren Ländern» wie Deutschland gehören nur 5,4 Prozent der Jungen und 5,1 Prozent der Mädchen zur ersten Gruppe. In Frankreich sind es vier Prozent der Mädchen und drei Prozent der Jungen.

Als Maß für die Einteilung galt den Forschern der so genannte Body Mass Index (BMI), ein Wert, der das Verhältnis zwischen Körpergröße und Gewicht angibt. Laut der Weltgesundheitsorganisation gilt ein BMI, der höher ist als der von 85 Prozent der Gleichaltrigen als Beleg für Übergewichtigkeit, ein BMI höher als 95 Prozent als fettleibig.

Fett, Zucker, Bewegungsmangel

Für die Studie waren in den Jahren 1997 und 1998 mehr als 30.000 Teenager befragt worden. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im Januar in der Fachzeitschrift Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine.

Neben den USA wurden die Teenager in Belgien, Deutschland, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Israel, Litauen, Österreich, Portugal, Schweden, Slowenien und Tschechien untersucht.

Ernährungswissenschaftler glauben, dass nicht nur das Angebot von Fastfood, Zucker und Fett für das Übergewicht eine Rolle spielt, sondern auch, wie viel Geld die Kinder zur Verfügung haben, um sich solches Essen selbst zu kaufen. Ebenso wichtig ist der Bewegungsmangel – in den USA ist es üblich, Kinder mit dem Auto zu jeder Aktivität zu fahren.

Amerikanische Teenager würden viel mehr als andere Fast-Food, Snacks und süße Limonaden trinken, als die in anderen Ländern, zitiert CNN Mary Overpeck, eine Co-Autorin der Studie vom U.S. Maternal and Child Health Bureau. Laut WHO jedoch ist dies längst nicht mehr ein amerikanisches Problem, sondern wächst auch in anderen Industrie-Ländern immer stärker, je weniger sich die Menschen bewegen. (nz)

 
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