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Elfenbein-Handel floriert

17. Dez 2003 11:02
Sicher gestelltes Elfenbein und Waffen von Wilderern im Luangwa National Park, Sambia.
In Westafrika blüht der illegale Handel: Naturschützer haben auf Märkten Elfenbein von mehr Elefanten gefunden, als es in der Region noch gibt.

Artenschützer haben öffentliche Märkte in Westafrika inspiziert. In Nigeria, in der Elfenbeinküste und im Senegal fanden sie insgesamt mehr als 4000 Kilogramm Elfenbein – eine Menge, die etwa 760 geschossenen Elefanten entspricht.

«Spitze des Eisbergs»

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«Auf den Märkten fand man mehr Elfenbein als es in den drei Ländern Elefanten gibt», sagt Roland Melisch, Artenschutzexperte des WWF. Nach Schätzungen der IUCN ist der Bestand dort 543 Elefanten groß. Die Stichprobe zeige, dass der illegale Handel mit dem «weißen Gold» in den drei Staaten nicht unterbunden werden konnte, teilte der WWF am Montag mit.

Der Senegal, Nigeria und die Elfenbeinküste gehören zu den größten Umschlagplätzen für Elfenbein. Nach Angaben des WWF werden für diese Märkte Elefanten in Kamerun, in der Demokratischen Republik Kongo, in Gabun und in der Zentralafrikanische Republik gewildert. Zu den Hauptkäufern gehören Touristen aus Italien, Frankreich, den USA, China und Korea.

Lebensraum-Zerstörung und Wilderei

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Die Wilderei für Fleisch und der illegale Elfenbeinhandel sind neben dem Verlust des Lebensraums die größten Bedrohungen für die Elefanten West- und Zentralafrikas. In den siebziger und achtziger Jahren gingen die Bestände von etwa 1,3 Millionen auf weniger als 400.000 Tiere zurück. Mittlerweile leben mithilfe von Schutzprogrammen wieder etwa 660.000 Elefanten in Afrika, knapp die Hälfte davon im Süden. In Westafrika sind die Tiere am stärksten gefährdet. Dort gibt es nach Angaben des Artenschutzprogramms Traffic noch etwa 13.200 Tiere.

Der Elfenbeinhandel wurde 1989 international verboten. Ausnahme-Regelungen bestehen für Elfenbein aus legalen Quellen wie etwa aus großen Beständen des südlichen Afrikas oder von Tieren, die eines natürlichen Todes starben. Die Erlöse fließen in Naturschutzprojekte in den betreffenden Ländern. (nz)


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