In Äthiopien hat ein internationales Forscherteam etwa 27 Millionen Jahre alte Fossilien gefunden. Die Zeit von vor 32 bis vor 24 Millionen Jahren galt bislang als «dunkle Epoche» in der Evolutions-Geschichte der afrikanischen Säugetiere. Die neuen Funde sind die frühesten Belege einiger Tierarten während andere in den Gesteinsschichten ihre letzten Spuren hinterließen. Isolierte Erdteile
Die Dynamik der Tierpopulationen dieser Periode sei lange weitgehend unbekannt gewesen, sagt Kappelman. Zwischen Afrika und der arabischen Halbinsel hatte sich das Rote Meer noch nicht aufgetan. Von andern Landmassen waren die Erdteile dagegen durch Ozeane getrennt. Ahnen der Elefanten
Doch offenbar lebten sie noch zur gleichen Zeit wie die Vorfahren der Elefanten in Afrika. Vom Deinotherium, einem heute ausgestorbenen Rüsseltier mit zwei nach unten weisenden Stoßzähnen, entdeckten sie am Fundort die ältesten bekannten Fossilien. Kappelman hat mit Kollegen von anderen US-amerikanischen Hochschulen sowie Paläontologen von der Addis Abeba University und dem äthiopischen National Museum die offen liegenden 27 Millionen Jahre alten Gesteinsschichten auf Satellitenaufnahmen gefunden. Das Untersuchungsgebiet liegt in etwa 2000 Meter Höhe über dem Meeresspiegel. Der Boden besteht aus Basaltgestein, das vor etwa dreißig Millionen Jahren als Lava aus dem Erdinnern an die Oberfläche quoll. Die Fossilien stammen aus den Gesteinsschichten oberhalb des Basalts.
|
|