Die Männchen profitieren offensichtlich durch die Vermehrung ihrer Nachkommenschaft. Dagegen ist die Bedeutung der Promiskuität für die Weibchen schwerer zu erkennen: Bezüglich der Anzahl der Nachkommen gibt es für sie keinen Anreiz. Evolutionsbiologen haben jedoch nachgewiesen, dass die genetische Qualität der Nachkommen ihr Überleben und ihren Fortpflanzungserfolg bestimmt.Die Weibchen suchen also einerseits Partner mit «guten Genen», die ihre Träger gesünder oder attraktiver machen. Nachkommen mit einem stärkeren Körperbau, erhöhter Vitalität, einer besseren Abwehr von Krankheitserregern oder einer höheren Attraktivität als Paarungspartner werden die Gene erfolgreich weitergeben können.
Andererseits sind nicht nur einzelne Gene von Vater und Mutter wichtig, sondern auch ihre Kombination bestimmt die Fitness der Nachkommen, teilte die Max-Planck-Gesellschaft mit. Die Jungen genetisch ähnlicher Partner haben aufgrund ihrer geringen Heterozygosität oft nur geringe Überlebens- und Fortpflanzungschancen. Weibchen sollten daher nicht nur nach «guten Genen» suchen, sondern auch nach ihnen nicht ähnlichen Partnern.