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Panische Mäuse zeigen den Notausgang

23. Sep 2003 10:55
Mann oder Maus? Bei der überstürzten Flucht aus einem Raum verhalten sich beide nach einer Studie zur Sicherheit öffentlicher Räume offenbar ähnlich.

Wenn eine in Panik geratene Menschenmenge versucht aus einem Raum zu fliehen, müssen die Notausgänge richtig postiert sein, um Unfälle zu vermeiden. Offenbar verhalten sich Mäuse in einer vergleichbaren Situation ähnlich wie Menschen.

Panik in der Menge

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  • Wissenschaftler versuchen mithilfe der Computer-Simulationen Notausgänge optimal zu gestalten. Solche Untersuchungen sind notwendig, weil sich in großen Menschenmengen immer wieder Unfälle ereignen. So sind im Februar dieses Jahres 21 Menschen gestorben, als in einem Nachtclub in Chicago eine Panik ausgebrochen war. Auch bei Konzertveranstaltungen wie etwa dem dänischen Roskilde-Festival hat es schon Tote und Verletzte durch Panik in der Menge gegeben.

    Doch die Ergebnisse der Computer-Modelle können nur schwer in Versuchen mit Menschen überprüft werden – echte Panik kann kaum nachgestellt werden. Eine Alternative zu den Simulationen könnten Studien an Mäusen sein, sagen Forscher von der University of the Philippines in Quezon City.

    Ein schmaler Ausweg

    Wie Menschen fliehen die Mäuse panisch aus lebensbedrohlichen Situationen und überrennen dabei auch andere Tiere. Zudem neigen sie –ebenfalls wie der Mensch – dazu, blind anderen zu folgen, anstatt den besten Fluchtweg zu suchen.

    Das Team um Caesar Saloma beobachtete, wie Mäuse aus Kammern flohen, die mit Wasser überflutet wurden. Die Kammer hatte einen oder mehrere Ausgänge, berichten die Forscher jetzt im Magazin «Proceedings of the National Academy of Sciences».

    War ein einziger aber breiter Ausgang vorhanden, blockierten sich die Tiere dennoch bei der Passage. Zu viele wollten gleichzeitig durch die Tür. Gab es mehrere Ausgänge, entkamen die Mäuse ebenfalls nur langsam, weil Trauben von Mäusen um diese Auswege andere behinderten. Ein schmaler Ausgang veranlasste die Tiere jedoch eine Schlange zu bilden. So sei eine weitgehend geordnete und zügige Flucht aus einem Raum möglich, sagen die Forscher. (nz)

     
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