Wie Menschen fliehen die Mäuse panisch aus lebensbedrohlichen Situationen und überrennen dabei auch andere Tiere. Zudem neigen sie –ebenfalls wie der Mensch – dazu, blind anderen zu folgen, anstatt den besten Fluchtweg zu suchen.Das Team um Caesar Saloma beobachtete, wie Mäuse aus Kammern flohen, die mit Wasser überflutet wurden. Die Kammer hatte einen oder mehrere Ausgänge, berichten die Forscher jetzt im Magazin «Proceedings of the National Academy of Sciences».
War ein einziger aber breiter Ausgang vorhanden, blockierten sich die Tiere dennoch bei der Passage. Zu viele wollten gleichzeitig durch die Tür. Gab es mehrere Ausgänge, entkamen die Mäuse ebenfalls nur langsam, weil Trauben von Mäusen um diese Auswege andere behinderten. Ein schmaler Ausgang veranlasste die Tiere jedoch eine Schlange zu bilden. So sei eine weitgehend geordnete und zügige Flucht aus einem Raum möglich, sagen die Forscher. (nz)