Vielfältigere Herkunft der Ur-Amerikaner belegt
Die Schädel glichen eher Funden aus dem südost-asiatischen und pazifischen Raum als den Überresten der mongoliden Einwanderer aus Nordost-Asien oder den heute lebenden indianischen Gruppen. Die frühen Bewohner der Baja California hätten demnach nicht zu deren Genpool beigetragen.
Aufgrund von Unterschieden zwischen den ältesten Knochenfunden in Amerika, die von so genannten Paläoamerikanern stammen, und denen der ersten Einwanderer aus Nordost-Asien vermuten Forscher, dass die mongoliden Völker nicht die einzigen Einwanderer waren.
Tom Dillehay von der US-amerikanischen University of Kentucky in Lexington kommentiert diese Ergebnisse in der gleichen Ausgabe von «Nature». Nach seiner Auffassung stützen die Funde von der Baja California zwar die These von einer vielfältigeren Herkunft der ersten Einwanderer. Sie ließen aber keine Aussagen über die Beziehung dieser Bewohner der Halbinsel zu der späteren indianischen Bevölkerung zu. Sie belegten lediglich, dass die Herkunft der ersten Amerikaner wahrscheinlich ebenso komplex und schwer nachvollziehbar sei wie die von Bevölkerungsgruppen in anderen Teilen der Welt. (nz)

