netzeitung.deSchmerzmittel könnten Risiko für Fehlgeburten erhöhen

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Einige Mittel könnten die Einnistung des Embryos in der Gebärmutter stören. (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Einige Mittel könnten die Einnistung des Embryos in der Gebärmutter stören.
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Ärzte warnen: Schwangere und Frauen, die planen, ein Kind zu bekommen, sollten auf die Einnahme bestimmter Schmerzmittel verzichten.


Einige Schmerzmittel können das Risiko von Fehlgeburten offenbarfast verdoppeln. Nicht-steroidale Entzündungshemmer (NSEH) wie Ibuprofen oder Aspirin sollten vor und während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden, sagen Ärzte. Doch offenbar gibt es eine ungefährliche Alternative.
Gestörte Einnistung
Forscher vom kalifornischen Kaiser Foundation Research Institute haben 1055 Frauen interviewt, kurz nachdem bei ihnen eine Schwangerschaft festgestellt worden war. Die Forscher befragten die Schwangeren nach eventueller Medikamenten-Einnahme, nach bekannten Risikofaktoren für eine Fehlgeburt, nach ihrem sozialen Hintergrund und ob sie bereits Kinder hatten.

Wie sie jetzt im «British Medical Journal» berichten, ist die Einnahme von NSEH zur Zeit der Empfängnis oder über eine Zeit von mehr als einer Woche hinweg bedenklich. Das Risiko einer Fehlgeburt steige um bis zu achtzig Prozent, berichten die Mediziner. Aspirin könne die Gefahr ebenfalls erhöhen, das Mittel Paracetamol habe dagegen keinen messbaren negativen Effekt auf den Verlauf der Schwangerschaft.

Zwar wirken sowohl NSEH als auch Aspirin und Paracetamol auf die Produktion von Prostaglandinen. Das sind Fettsäuren, die für die Einnistung des Embryos in der Gebärmutter wichtig sind. Doch das Paracetamol entfaltet seine Wirkung hauptsächlich im Gehirn, während die Wirkstoffe von Aspirin und NSEH im gesamten Körper aktiv sind. Zwar müssten ihre Ergebnisse in weiteren Studien überprüft werden, doch sollten Schwangere die Einnahme der Risiko-belasteten Mittel meiden, raten die Mediziner. (nz)