Neutronenstrahlung in Hiroshima gemessen
31.07.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Wie sie in der aktuellen Ausgabe des Magazins «Nature» berichten, konnten sie darin das radioaktive Nickel-Isotop Ni-63 nachweisen, das durch hochenergetische Neutronen erzeugt worden war. Wegen seiner langen Halbwertszeit von 101 Jahren ist es auch heute, 58 Jahre nach der Katastrophe, noch vorhanden. Doch die Zahl der Ni-63-Atome war äußerst gering. Die Wissenschaftler fanden teilweise weniger als zehn Ni-63-Atome unter 10 hoch 18, einer Milliarde Milliarden, Kupfer Atomen.
Die aktuellen Messwerte bestätigen grundlegende Annahmen des Strahlenschutzes. «Die Daten von den Überlebenden der Atombombe bleiben weiterhin ein wichtiger Maßstab für die Gesundheitsrisiken von ionisierender Strahlung», schreibt Mark Little vom Londoner Imperial College in einem begleitenden Artikel in derselben Nature-Ausgabe. Das Ende der Debatte über die Gefahr, die von schnellen Neutronen ausgeht, sei wichtig für die 60.000 Überlebenden von Hiroshima, die 30.000 aus Nagasaki und allen Menschen, die andernorts hohen Strahlenwerten ausgesetzt waren.
Für das Web ediert von Patrick Eickemeier

