netzeitung.deDeutsche Schüler gewinnen Physik-Weltcup

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Die deutschen Physik-Weltmeister (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die deutschen Physik-Weltmeister
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Nach Pisa-Studien sind deutsche Schüler Mittelmaß. Spitzenleistungen sind offenbar aber nicht ausgeschlossen, wie junge Physiker beweisen.

Ein deutsches Schülerteam hat zum zweiten Mal nach 1999 beim 16. International Young Physicists' Tournament (IYPT) im schwedischen Uppsala den ersten Platz belegt. Die Nachwuchs-Physiker verwiesen Finalisten aus Südkorea und Polen auf die Plätze zwei und drei.
Frisbee und Frühstücksei
An dem Turnier vom 1. bis zum 8. Juli beteiligten sich junge Forscher aus über 20 Nationen. Erstmals reiste die Konkurrenz sogar aus Indonesien und Neuseeland an. Die deutschen Teammitglieder Lars Boyde, Natalie Müller, Benjamin Obert, Dominik Schmid-Lorch und Alexander Zöllner stammen alle aus Baden-Württemberg.

Die Mannschaften bearbeiteten 17 Projekte – Fragestellungen zur Physik des Alltags. Es galt Phänomene wie die Oberflächenspannung von Flüssigkeiten, das Verhalten von in Drehung gesetzten Frühstückseiern oder die Flugbewegungen von Sportdrachen und Frisbee-Scheiben zu untersuchen. Die Schüler entwickelten selbstständig theoretische Modelle und führten Experimente durch. Auf dem Turnier präsentierten sie ihre Ergebnisse vor einer internationalen Fachjury.

«Die Deutsche Physikalische Gesellschaft freut sich sehr über diesen Erfolg», sagt das Vorstandsmitglied Heiner Müller-Krumbhaar. Gerade in Zeiten der Pisa-Debatte sei dieses Ergebnis besonders bemerkenswert. Im vergangenen Jahr belegte Deutschland Platz drei, in den Jahren 2000 und 2001 wurde die deutsche Mannschaft jeweils Turnierzweiter. (nz)