Fossilien von «Ur-Orang-Utan» in Thailand entdeckt
Weil von den Tieren meist nur Schädel oder Teile des Kiefers gefunden werden, ist eine genaue Datierung aber schwierig. Auch der neue Fund, den die Forscher um Jean-Jacques Jaeger von der Université Montpellier jetzt vorstellen, besteht aus fossilen Zähnen. Diese zeigen starke Übereinstimmungen mit heutigen Orang-Utans und liefern ein wichtiges Puzzle-Teilchen für den Stammbaum der Menschenaffen. «Wir können nicht sicher sagen, ob es sich um einen direkten Vorfahren handelt, aber es ist etwas sehr nahe Verwandtes», sagt Jaeger dem Online-Dienst der BBC.
Die Sedimente des Fundortes zeigten Übereinstimmungen mit afrikanischen Ablagerungen, schreiben die Forscher. Dies lasse vermuten, dass zwischen dem heutigen Südostasien und Afrika im Miozän eine Landbrücke für einen regen Austausch der Tier- und Pflanzenwelt sorgte.
Lufengpithecus kommt nach Meinung der Forscher am ehesten als Vorfahre des heutigen Orang-Utans in Frage. Die ebenfalls als Orang-Utan-Ahnen geltenden Menschenaffen Gigantopithecus und Sivapithecus zeigten größere Unterschiede in Kiefer und Gebiss. (nz/jkm)

