14. Nov 2002 15:45
Die Delegierten der Artenschutz-Konferenz in Santiago de Chile haben Schutzmaßnahmen für einige gefährdete Tierarten beschlossen, darunter Papageien, Seepferdchen und Schildkröten.
22 Arten asiatischer Sumpfschildkröten werden durch die aktuelle Entscheidung in Anhang II des Artenschutzabkommens aufgenommen. Das bedeutet, dass der internationale Handel mit ihnen erstmals überhaupt erfasst und reguliert wird. Gleiches gilt für die 32 bekannten Seepferdchen-Arten, die allesamt vom Aussterben bedroht sind. Ebenso wie den Schildkröten setzt ihnen die Nachfrage auf dem asiatischen Markt erheblich zu, wo die Tiere als Souvenir oder Medikament gehandelt werden. Schildkröte gelten zudem als Delikatesse.«Schildkröten haben Millionen Jahre Erdgeschichte überstanden und stehen nun aufgrund der enormen Nachfrage in China vor dem Aus. Nun sind die Weichen gestellt, um diese fatale Entwicklung aufzuhalten», so die Biologin Sandra Altherr, die für die Schutzorganisation Pro Wildlife an der Konferenz teilnimmt. Bereits am gestrigen Mittwoch hatten die Delegierten einstimmig den höchstmöglichen Schutz für Gelbnacken- und Gelbscheitel-Amazonen sowie Blaukopfaras aus Lateinamerika beschlossen. Damit ist jeder Handel mit diesen Tieren verboten. Für einige bedrohte Arten auf der Insel Madagaskar wurden ebenfalls Handelsbeschränkungen beschlossen.