13. Nov 2002 08:30, ergänzt 10:00
Botswana, Namibia und Südafrika dürfen wieder Elfenbein verkaufen. Auf der Artenschutz-Konferenz in Santiago wurde das Handelsverbot für das «weiße Gold» gelockert.
Das Elfenbein stammt nach offiziellen Angaben der drei Staaten von Elefanten, die eines natürlichen Todes gestorben sind. Der durch den Verkauf erzielte Gewinn soll in Schutzmaßnahmen für Elefanten investiert werden. Mit dem Verkauf kann erst ab Mai 2004 begonnen werden. Bis dahin sollen die Vorräte von CITES-Vertretern registriert und weitere Daten zur Gefährdung der Elefanten durch Wilderer gesammelt werden. Die Entscheidung des Ausschusses muss vom Plenum der Delegierten aus 160 Ländern noch genehmigt werden.«Die heutige Entscheidung bedeutet eine afrikanische Lösung für ein afrikanisches Problem», so CITES-Generalsekretär Willem Wijnstekers. «Während sich reichere Staaten Bewahrung durch strikten Schutz eher leisten können, müssen ärmere Nationen nach Wegen suchen, um sich die dringend benötigten Finanzmittel für Schutzmaßnahmen zu beschaffen.»
Nach Angaben der Schutzorganisation «Pro Wildlife» enthielten sich die Vertreter der EU-Staaten bei der Abstimmung zu Botswana, Südafrika und Namibia der Stimme. «Mit ihren 15 Stimmen hätten sie die Freigabe des Elfenbeinhandels verhindern können, wie sich am Beispiel Sambia und Simbabwe gezeigt hat», so Pro Wildlife-Sprecherin Daniela Freyer, die an der Konferenz teilnimmt.