netzeitung.deRoboter macht Hochzeitsfotos

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Klassische Bildkomposition aus Robotersicht (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Klassische Bildkomposition aus Robotersicht
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Als Autobauer und Marsforscher sind sie schon bekannt. Demnächst könnten Roboter auch im Privatleben von Menschen wichtige Aufgaben übernehmen - etwa als Partyfotografen.

Der Roboter Lewis sieht zwar aus wie eine rote Mülltonne, könnte aber schon bald zum gern gesehenen Party-Gast avancieren. Das glauben seine «Eltern» Cindy Grimm und Bill Smart von der Washington University in St. Louis.
Suche nach nackter Haut
Der Roboter serviert keine Drinks und macht auch nicht sauber, kann dafür aber Portraits fotografieren. Als Konkurrenten fürchten müssen ihn Fotografen, die sich auf Hochzeiten, Geburtstage und ähnliche Veranstaltungen spezialisiert haben.

Lewis sucht seine Umgebung nach bloßer Haut ab. Er kann Gliedmaßen von Personen identifizieren und sie mit den passenden Gesichtern in Zusammenhang bringen. Hat er einen Menschen erfasst, konzentriert er sich darauf, dessen Gesicht in einer klassischen Komposition einzufangen.

Dazu unterteilt der Roboter den potenziellen Bildausschnitt in jeweils drei waagerechte und senkrechte Streifen. Dabei entstehen je zwei horizontale und vertikale Linien. Lewis richtet seine eingebaute Digitalkamera so aus, dass der Kopf des Fotografierten möglichst mit einem der Schnittpunkte deckungsgleich erfasst wird. Auf diese Weise schießt Lewis auch Gruppenbilder.

Wie die Entwickler gegenüber der BBC äußerten, hätte sich das Publikum in ersten Tests dem Roboter gegenüber sehr offen gezeigt und vor seiner Linse natürlicher agiert als vor der eines menschlichen Fotografen. (nz/jkm)