Heuschrecken in Deutschland gefährdet
12.08.2002
Herausgeber: netzeitung.de
Für die Studie arbeitete die Behörde mit zahlreichen Heuschreckenkundlern in den Regionen und den zuständigen Fachbehörden der Bundesländer zusammen. Innerhalb von zwei Jahren wurde aus dem gesammelten Material eine auf den Bedarf der Gefährdungsanalyse zugeschnittene Datenbank zusammengestellt. Diese war mit der Auswertung von Museumsbelegen, Gutachten, Literatur und aktuellen Kartierungen, insbesondere der seltenen und gefährdeten Arten, gefüttert worden. Sie umfasst nunmehr über 430.000 Datensätze.
Bei der Einstufung der Arten in die Gefährdungskategorien wurde die Häufigkeit, aber auch die Verinselung oder der Rückgang der Bestände berücksichtigt. Auch die besondere Verantwortlichkeit Deutschlands für den weltweiten Erhalt einiger der Arten wurde bei der Formulierung der Schutzmaßnahmen mit einbezogen. Für zwölf besonders gefährdete Arten konnten so Aktionspläne entworfen werden, um die Bestände sichern zu können.
Neben Arten wie dem Warzenbeißer (Decticus verrucivorus) und der Blauflügeligen Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens), die schon länger auf der Roten Liste stehen, zählt nunmehr auch die Maulwurfsgrille zu den bundesweit stark gefährdeten Arten. (nz)
Literatur: Gefährdungsanalyse der Heuschrecken Deutschlands: Verbreitungsatlas, Gefährdungseinstufung und Schutzkonzepte. 18 Euro beim BfN-Schriftenvertrieb im Landwirtschaftsverlag (ISBN:3-7843-3828-3)

