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Schneller Erfolg für den Meeresschutz

21. Mai 2002 08:48
Artenvielfalt ist ein Kennzeichen der 'No Take'-Gebiete.
Erfolg für «No Take»: Der umfassende Schutz einzelner Meeresgebiete zahlt sich schnell aus - auch für die Fischer der umliegenden Regionen.

Wird eine Meeresregion zum Schutzgebiet erklärt, lässt der Erfolg nicht lange auf sich warten. Das zeigt eine Untersuchung amerikanischer Ökologen, die jetzt im Fachblatt «Ecology Letters» veröffentlicht worden ist. Demnach steigt in einem zur Schutzzone erklärten Gebiet in kurzer Zeit die Artenzahl, die Größe der Individuen und die Biomasse deutlich und dauerhaft an. Die positiven Effekte wirken sogar über den Rand der Schutzzone hinaus.

Beeindruckende Ergebnisse

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  • Immer häufiger werden so genannte «No-Take»-Schutzgebiete im Meer eingerichtet, aus denen weder Organismen noch irgendwelche Materialien entfernt werden dürfen. «Bislang wurden solche Reservate jedoch eingerichtet, ohne dass man ihren tatsächlichen Einfluss auf die zu schützenden Gebiete kannte», schreiben Ben Halpern und Robert Warner von der University of California in Santa Barbara.

    Die Forscher werteten 112 Arbeiten über 80 Meeresschutzgebiete aus und fassten die Beobachtungen zusammen. Die Ergebnisse waren beeindruckend: Innerhalb weniger Jahre stieg die Zahl der in den Schutzgebieten lebenden Arten sowie die Körpergröße der Fische und Wirbellosen um bis zu 30 Prozent. Gleichzeitig verdoppelte sich die Populationsdichten, so dass die gesamte Biomasse in den Reservaten fast dreimal höher war als in nicht geschützten Gebieten.

    Anhaltender Effekt

    Mehr im Internet:
    «Wenn man erst einmal ein Reservat eingerichtet hat, zeigen die Arten in dem Gebiet binnen ein bis drei Jahren eine dramatische Reaktion auf den Schutz», so Halpern. Und selbst in den ältesten untersuchten Reservaten, zwei vor 40 Jahren unter Schutz gestellten Gebieten vor Vancouver und im Exuma-Sund der Bahamas, hielt der Effekt an.

    Die Ergebnisse zeigen, dass die Einrichtung von Meeresschutzgebieten auch der Fischerei nutzt. «Obwohl die Schutzgebiete selbst nicht befischt werden dürfen, geht man davon aus, dass von der erhöhten Produktion innerhalb der Reservate schließlich auch die Konsumenten außerhalb profitieren», sagt Halpern. «Wir können jetzt mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass dieses 'schließlich' eine recht kurze Zeitspanne bedeutet.» (nz/jkm)

     
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