10.01.2002
Herausgeber: netzeitung.de
Wegen des Kaschmir-Konflikts mit Pakistan legt Indien den längsten Todesstreifen der Welt an - mit den international geächteten Anti-Personen-Minen. Thema: Kaschmir-Konflikt Pakistan warnt Indien vor versehentlichem Krieg Eskalation in sieben Krisenregionen befürchtet Indischer Verteidigungsminister reist nach Kaschmir Powell will in Kaschmir-Konflikt vermitteln Indien hat Zweifel an Pakistans Kampf gegen Islamisten
Während die USA und Pakistan noch versuchen, eine Eskalation des Kaschmirkonflikts zu verhindern, baut Indien bereits eine tödliche Verteidigungslinie an der Grenze auf: Auf mehr als 3300 Kilometer Länge verlegen indische Soldaten Anti-Personen-Minen. Das berichtet die britische Zeitung «Guardian». Bis zu fünf Kilometer tief wird der Todesstreifen.
In Verbindung mit anderen Verteidigungseinrichtungen Indiens wird dies die längste voll befestigte Grenze der Welt vom Indischen Ozean bis zum Himalaya-Gebirge. Es macht damit die fünf Jahre andauernden internationalen Bemühungen gegen den Gebrauch von Anti-Personen-Minen zunichte, die im Anti-Minen-Vertrag von Ottawa 1997 verboten wurden.
Notfallplan für den KriegDie Regionalregierung im indischen Teil Kaschmirs hat für den möglichen Ausbruch eines Krieges mit Pakistan einen Notfallplan zum Schutz der Bewohner aufgestellt.
Dieser sehe insbesondere den Bau von Bunkern im Grenzgebiet vor, teilten die Behörden in Srinagar, der Hauptstadt der Provinzen Kaschmir und Jammu, mit. So sollen zur möglichen Umsetzung des Plans allein für das Kaschmirtal 1,9 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. (nz)