31. Aug 2001 08:01
Paläontologen haben die Nahrungssuche der Schnabelsaurier erforscht. Ergebnis: Die vermeintlichen Jäger waren so harmlos wie Enten.
Die Fossilien stammen aus Kanada und der Mongolei gefunden. Sie gehören zu zwei neuen Arten von Ornithomimiden («Vogelnachahmer»). Bisher vermutete man, dass diese Tiere ihre Schnäbel ähnlich wie Dolche einsetzten, um Beutetiere zu erlegen. Mark Norell vom American Museum of Natural History und seine Kollegen entdeckten an den Schnabelrändern der Saurier jedoch hornartige Lamellen, die denen von Entenschnäbeln ähneln.Wie die Forscher in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins «Nature» schreiben, müssen die mehrere Millimeter langen Lamellen gut mit Blutgefäßen und Nerven versorgt gewesen sein. Für die Jagd auf größere Tiere waren diese filigranen Gebilde vermutlich nicht geeignet gewesen.
Viel wahrscheinlicher ist es nach Meinung der Wissenschaftler, dass die Saurier damit kleine Algen und Schnecken aus flachen Gewässern und Sedimenten herausfilterten. Für diese entenähnliche Lebensweise spreche auch, dass die meisten Ornithomimiden in feuchten Umgebungen gelebt hätten. (nz/MWn)