Internetsüchtig: eine 43-jährige Hausfrau
02.03.2001
Herausgeber: netzeitung.de
Wie virtuelle Kaffekränzchen erschienen ihr die Chatrooms, irgendwie vertraut. Den PC bekam sie von geschenkt, er veränderte langsam ihren Alltag: Drei Monate trieb sie sich im Internet herum. Dann fand sie «ihren» Chatroom. Und plötzlich war sie bis zu 60 Stunden in der Woche Online.
Bei ihren virtuellen Freunden fühlte sie sich zu Hause, hatte sogar so etwas wie ein Gemeinschaftsgefühl.
Wenn sie mal nicht Online war, wurde sie depressiv: Verstimmungen, Angstzustände und Nervosität. Verabredungen verpasste sie immer öfter, vernachlässigte ihr Familienleben und ging nicht mehr aus dem Haus.
Von ihrem Mann und ihren Töchtern distanzierte sie sich. Süchtig nach dem Internet wie jemand anders nach Alkohol, war ihre Selbstbeschreibung. (nz)

