19.02.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Touristen im Schnee
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
25 Raketen sollten gegen die lange Trockenheit in China helfen. Dank des Zentrums für Wettermodifizierung mussten in Peking wegen starken Schneefalls mehrere Autobahnen geschlossen werden.
Die chinesische Hauptstadt Peking versinkt seit drei Tagen im Schnee - erzeugt durch die chemische Manipulation der Wolken. Die Behörden entschlossen sich zu dem ungewöhnlichen Schritt, um die seit drei Monaten andauernde Trockenheit zu beenden, die mindestens zwölf Provinzen erfasst hat. Dazu wurden in Peking 28 Wetterraketen abgeschossen, die mehr als 500 zigarettengroße Stäbchen mit Silberjodid in die Wolkendecke platzierten, wie Zhang Qiangt vom Wettermodifizierungszentrum in Peking nach einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua mitteilte.
Daraufhin begann es in Peking am Dienstag zu schneien. Doch haben die chinesischen Wetteringenieure die Wirkung ihrer Manipulation unterschätzt, denn am Donnerstag schneite es immer noch. Nach einer Meldung von Xinhua mussten um Peking herum alle Autobahnen geschlossen werden.
Peking kennt zwar kalte Winter, natürlicher Schneefall ist aber sehr selten. China hat schon früher das Wetter manipuliert. Zuletzt wurden die Wolken im August vergangenen Jahres präpariert, um Regen während der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking zu verhindern. (nz/AP)