16. Dez 2008 17:14
Seit 2003 sind an Nord- und Südpol zwei Billionen Tonnen Eis geschmolzen. Auch in Deutschland macht sich der Klimawandel in den Temperaturaufzeichnungen bemerkbar.
Das Jahr 2008 gilt schon jetzt als das Zehntwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1850. Die weltweite Oberflächentemperatur zu Lande und zu Wasser lag in diesem Jahr 0,31 Grad Celsius über dem Jahresdurchschnitt von 14 Grad, wie er zwischen 1961 und 1990 gemessen wurde, sagte WMO- Generalsekretär Michel Jarraud. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren kühlte sich die Oberflächentemperatur allerdings wieder leicht ab. Auch die US-Raumfahrtbehörde Nasa registrierte mit ihrem Satelliten «Grace» ein deutliches Schrumpfen der weltweiten Eismassen. In Grönland, Alaska und der Antarktis sind demnach seit 2003 Eismassen von mehr als zwei Billionen Tonnen geschmolzen. Mehr als die Hälfte der an Land geschmolzenen Eismassen entfielen auf Grönland, sagte der Nasa-Geophysiker Scott Luthcke am Dienstag. Im laufenden Jahr werde der Eisverlust in Grönland zwar erheblich sein, aber nicht so dramatisch ausfallen wie 2007. In Alaska habe die Eismenge in diesem Jahr aufgrund beträchtlicher Schneefälle zwar leicht zugenommen. Seit 2003 seien hier aber 400 Milliarden Tonnen Eis verloren gegangen.