Geheimnis gelüftet:
Regenwürmer und die Angst vor dem Maulwurf
16.12.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Nasse Erde alleine veranlasste die Regenwürmer nicht dazu, ihr Reich zu verlassen, zeigte dagegen Kenneth Catania von der Vanderbilt Universität in Nashville. Wenn er den Würmern aber einen Maulwurf zur Gesellschaft gab, der sich in ihre Richtung grub, flohen sie blitzschnell nach oben. Zu recht im Übrigen, denn der Maulwurf verfährt mit seinem Erdnachbarn nicht gerade zimperlich: Er beißt den Würmern das Kopfende ab, damit diese sich nicht mehr weiterbewegen können. Die Würmer bilden dann einen lebenden Nahrungsvorrat für die Maulwürfe.
Auch Regenwurmsammler ahmten unbewusst Maulwurfgeräusche nach, wenn sie mit einem Stock auf die Erde klopfen, schreibt Catania in dem Journal «Plos One». Die Experten hatten die Regenwurmarten Diplocardia mississippiensis und Diplocardia floridana unter die Lupe genommen. In Deutschland kommt dagegen vor allem Lumbricus terrestris, der gemeine Tauwurm, vor. Aufgrund ihrer Ernährung durch Erde und Pflanzenteile tragen sie maßgeblich zur Nährstoffanreicherung von Böden bei. (nz/dpa)

