Sensationsfund in Grossbritannien: 

netzeitung.deArchäologen entdecken 2000 Jahre altes Gehirn

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In dieser Gegend wurde der Schädel gefunden (Foto: flickr.com/photos/robbophotos<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe In dieser Gegend wurde der Schädel gefunden
Foto: flickr.com/photos/robbophotos
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Es ist einer der ältesten Funde dieser Art, den Wissenschaftler nahe der Stadt York machten. Doch warum gibt es keinen Körper zum Schädel? Die Archäologen haben eine Theorie.

Britische Archäologen haben die Überreste eines 2000 Jahre alten Gehirns entdeckt. Die Hirnmasse wurde in einem Schädel bei Ausgrabungen nahe der englischen Stadt York gefunden, wie Medien am Freitag berichteten.

Nach Einschätzung von Experten handelt es sich um einen der weltweit ältesten Funde dieser Art. Als Grabungsleiterin Rachel Cubitt den erdbedeckten Schädel säuberte, bemerkte sie nach Auskunft der Universität etwas Bewegliches im Inneren und spähte hinein. Sie sah eine gelbliche Masse. Eine Untersuchung im Computertomographen der Yorker Universitätsklinik ergab, dass die Überreste, wenn auch geschrumpft, eindeutig die Form eines Gehirns haben.

Fossilierungsprozess noch ungeklärt
Eigentlich müsste das Hirn durch Mikroben in der Erde komplett zersetzt worden sein. Da es aber noch erhalten ist, muss es eine Art Fossilisierungsprozess durchgemacht haben. «Da ist etwas Ungewöhnliches in der Art wie es behandelt wurde, oder etwas, dem es ausgesetzt war, hat die Form konserviert», sagte Philip Duffey, der Neurologe, der die CT-Scans durchführte. Weitere Tests sollen klären, woraus die Rückstände bestehen.

Der Schädel wurde in einer Gegend gefunden, in der schon 300 vor Christus Ackerbau betrieben wurde. Die Archäologen glauben, dass er Gegenstand eines rituellen Opfers war, da er ohne weitere Knochen gefunden wurde. Mit zusätzlichen Tests wollen die Wissenschaftler nun mehr über den Toten und über die damaligen Bestattungsweisen herausfinden. (dpa/nz)