Dagegen schreibt Müller-Hill, ein Schüler Watsons, er sehe in dem FAZ-Beitrag seines Lehrers «Vernunft und Wahrheit», wo andere «befremdlichen Stil» oder gar «Nazi-Logik» sähen. Allerdings fehle bei Watson ein Satz, in dem er sich deutlich dafür ausspreche, «dass den Frauen, die von der Diagnose ihres Ungeborenen nicht wissen wollen, keine Nachteile in der medizinischen Versicherung entstehen.» Auch sollten «so geborene, behinderte Kinder nicht diffamiert, sondern aktiv unterstützt werden».Der Genetiker erklärte, er habe Hochachtung vor Eltern von Kindern mit dem Down-Syndrom. Aber er verstehe auch die, die sagen, sie können und wollen das nicht. «Die einen sollen nicht die anderen zu ihrer Haltung zwingen.»
Der FAZ warf Müller-Hill vor, in der Übersetzung aus dem Englischen den Sinn des Watson-Textes verschoben zu haben: «Die Redaktion hat dem Text eine eigene Überschrift zugefügt und verschwiegen, dass der Aufsatz gekürzt wurde.» (dpa)