In das Rampenlicht der Öffentlichkeit geriet die ISS in den vergangenen Jahren auch durch Kuriositäten oder Pannen wie einem defekten Klo oder gefährlich harten Landungen der russischen Sojus-Raumkapseln. Nach Jahren des verzögerten Aufbaus sollen nun endlich auch die Forschungsprojekte verstärkt angepackt werden. In der Vorwoche bestätigte die russische Weltraumbehörde Roskosmos, dass ab 2009 die ISS-Besatzung auf sechs Personen verdoppelt werde. Die große Weltraumnation USA steht allerdings vor einem unangenehmen Engpass. Die letzen Shuttles sollen 2010 eingemottet werden, während das Nachfolgesystem Orion frühestens 2015 zur Verfügung steht. In der Zwischenzeit muss die Nasa Plätze auf russischen Sojus-Flügen buchen.
Das Problem ist, dass US-Behörden eigentlich keine russische Raumfahrttechnik kaufen dürfen. Hintergrund ist der Vorwurf an Moskau, atomwaffenfähige Technologie an Staaten wie Iran abgegeben zu haben. Per Sonderregelung wurde nun aber den US-Astronauten erlaubt, auch in Zukunft in russische Sojus-Kapseln zu steigen.