05.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Jessica Yellin als Hologramm
Foto: nz
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der US-Nachrichtensender CNN wollte sich in der Wahlnacht auch mit neuester Technologie in Erinnerung behalten. Reporter wurden als Hologramm ins Studio geschaltet. Mit Video .
In Zeiten, in denen private Videokonferenzen via Skype oder anderen Messenger-Programmen zum Standard geworden sind und auch Zuschauer über ihre eigene Webcam ins Fernsehprogramm eingeblendet werden, müssen sich die TV-Stationen schon was besonderes einfallen lassen, um mit optischen Effekten zu zeigen, dass sie weit vorn sind. So hat der US-Nachrichtensender CNN in der Wahlnacht mit neuester holographischer Technologie geglänzt. Die in Chicago stationierte CNN-Reporterin Jessica Yellin wurde als dreidimensional wirkendes Hologramm in das zentrale Wahlstudio nach New York «gebeamt». Moderator Wolf Blitzer sprach von einem einmaligen Ereignis.
Blitzer unterhielt sich mit der holographisch projizierten Korrespondentin, die im Studio zu stehen schien. «Ich weiß, dass Du mindestens 1000 Meilen weg bist, aber es sieht so aus, als wärest Du genau hier.» Jessica Yellin erschien in dem Wahlstudio mit leuchtenden Konturen. Sie fühle sich wie Prinzessin Leia aus den populären Star-Wars-Filmen, sagte die CNN-Korrespondentin.
Nach ihren Angaben hatten Kameraspezialisten und Ingenieure drei Wochen an dem Coup gearbeitet. Sie habe während der Übertragung in einem Zelt in Chicago gestanden, umringt von 35 Fernsehkameras. Nach ihren Angaben tasteten die einzelnen Kameras ihren Körpern aus unterschiedlichen Winkeln ab und übertrugen die Bilder dann ins zentrale Wahlstudio nach New York, wo sie dann von zugeschalteten Beamern zu einem Hologramm zusammengefügt und mitten ins Studio ausgestrahlt wurde. Blitzer verabschiedete sich mit den Worten: «Alles klar, Jessica. Du warst ein großartiges Hologramm.» (nz/dpa)