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Physiker suchen das Teilchen Gottes

07. Nov 2000 16:40
Physiker in Genf möchten auch weiterhin nach den Higgs-Bosonen suchen. Diese bislang unentdeckten Elementarteilchen werden auch Teilchen Gottes genannt, weil man annimmt, dass sie die Materieverteilung im frühen Kosmos steuerten.

GENF. Die Leitungsgremien des Europäischen Laboratoriums für Teilchenphysik (CERN) kamen am Dienstag in Genf zusammen, um über eine Verlängerung der Experimente zu entscheiden. Die CERN-Wissenschaftler glauben, dass sie nur noch einen kleinen Schritt von dem offiziellen Beweis für die Existenz dieses letzten noch unentdeckten Teilchens entfernt sind, das es bisher nur in der Theorie gibt. Deshalb fordern sie eine zweite Gnadenfrist für ihre insgesamt vier Higgs-Experimente. Eine erste Verlängerung im Oktober hatte zwar weitere Hinweise auf das «Teilchen Gottes» gebracht, aber noch keinen endgültigen Beweis.

CERN soll reaktiviert werden

Um die Experimente fortzuführen, müsste der Teilchenbeschleuniger des CERN, der in der vergangenen Woche nach elf Jahren Laufzeit abgeschaltet worden war, im kommenden Jahr noch einmal vier bis sechs Monate lang laufen. Dies würde wahrscheinlich mehr als 100 Millionen Mark kosten und die für 2005 geplante Inbetriebnahme der neuen Hadronen-Kollisionsmaschine (LHC) verzögern.

Für viele der jüngeren Wissenschaftler, die an den Experimenten beteiligt sind, steht jetzt schon fest, dass sie zum amerikanischen Fermi-Labor wechseln, wenn die Verlängerung nicht bewilligt wird. Das US-Labor will sich demnächst mit seinem neu aufgerüsteten Beschleuniger ebenfalls auf die Suche nach dem Higgs machen. (dpa)

Mehr im Internet: Gottes Teilchen im Web

 
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