11. Okt 2008 12:01
Ist ein Mann mit hoher Tonlage grundsätzlich weniger beliebt? Kann man von der Stimme auf das tatsächliche Äußere schließen? Diese Fragen hat eine Phonetikerin untersucht; sie kam zu überraschenden Ergebnissen.
Doch ihre Studie brachte ein ganz anderes Ergebnis. Die Erkenntnisse aus ihrer Magisterarbeit hat Zuta in dem Buch «Warum tiefe Männerstimmen doch nicht sexy sind» (Fischer Verlag) zusammengefasst, das im Oktober erscheint. «Zusammenfassend kann man sagen, dass eine souverän klingende Stimme gut ankommt. Dazu gehört, dass in der individuellen Tonlage in einem angemessenen Tempo geredet wird», erklärt die Doktorandin.
Das gleiche gelte auch für die Attraktivität von Frauenstimmen. Außerdem bevorzugen Männer jung und sportlich klingende Stimmen. Unattraktiv wirken auf beide Geschlechter unter anderem zu langsames Sprechen und viele Verzögerungslaute wie «Äh» oder «Ehm».
Zum Erstaunen der Forscherin fanden die meisten Probandinnen ausgerechnet die höchste Männerstimme attraktiv, die tiefste Stimme wurde dagegen nicht positiv bewertet. In dem Versuch sollten die Test-Hörerinnen auch auf das Äußere des Sprechers schließen. Dabei lagen sie oft daneben. So stellten sie sich einen optisch attraktiven Mann nach dessen Stimme als dick, fast kahlköpfig und schmuddelig gekleidet vor.