Laut Esa ist der nach einem lettischen Wissenschaftler benannte Steins mit seinem Durchmesser von fünf Kilometern etwas größer als erwartet, zudem erscheine er ungewöhnlich hell. «Steins sieht aus wie ein Diamant», sagte Uwe Keller vom Lindauer Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. Bis Samstag zählten die Wissenschaftler laut Esa zudem 23 Krater unterschiedlichen Alters, die vom Aufprall zahlreicher Meteoriten stammen könnten. Genaue Analysen der Aufnahmen sollen nun die Ursache für die helle Farbe liefern sowie die Beschaffenheit der Oberfläche ergründen, um damit die Entstehungsgeschichte des vor allem aus Basalt und Silikaten bestehenden Asteroiden zu erklären. Die Esa erhofft sich von dem Vorbeiflug aber auch Rückschlüsse auf die Frühphase des Sonnensystems generell. «Tote Steine können viel erzählen», sagte Esa-Projektmanager Gerhard Schwehm. Der auch Asteroid 2867 genannte Gesteinsbrocken werde am Ende einer der am besten untersuchten sein.
Wie geplant brach der Kontakt zu «Rosetta» während der Begegnung für rund anderthalb Stunden ab, weil sich die Sonde so schnell bewegte, dass ihre Antenne keine Signale mehr zur Erde senden konnte. Gegen 21.15 Uhr deutscher Zeit war der Kontakt zur Freude der Esa-Mitarbeiter wieder hergestellt. «Wir sind extrem froh, dass es geklappt hat», sagte Schwehm.