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Kalifornisches Gesundheitswesen: 

Nichtrauchen rechnet sich für Staatskassen

26. Aug 2008 07:48
Sparen durch Nichtrauchen
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Kampagnen gegen das Rauchen werfen für Staaten langfristig eine «hohe Rendite» ab, wie Wissenschaftler errechnet haben. Im US-Staat Kalifornien konnten dadurch mehrere Milliarden an Gesundheitskosten gespart werden.

Anti-Rauch-Programme haben in Kalifornien seit 1989 rund 86 Milliarden Dollar Gesundheitskosten gespart. Das berichten kalifornische Forscher von der Universität in San Francisco im Fachblatt «PLoS Medicine». Die Wissenschaftler um Stanton Glantz verglichen die Gesundheitskosten in dem Westküstenstaat mit 38 anderen US-Staaten, in denen Nichtraucher-Kampagnen keine größere Rolle spielten, und wo im Gegensatz zu Kalifornien Zigaretten nicht stärker besteuert und damit nicht wesentlich teurer wurden.

Der Studie zufolge wurden in dem mit mehr als 36 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten US-Staat von 1989 bis 2004 nach Einführung umfassender Programme gegen das Rauchen 3,6 Milliarden Schachteln Zigaretten weniger verkauft, was die Tabakindustrie 9,2 Milliarden Dollar kostete. Gleichzeitig nahmen die Einsparungen im Gesundheitswesen, von Krankenhauskosten bis Arzneimittel, mit jedem Jahr kontinuierlich zu. 2004 betrugen sie 7,3 Prozent. Laut der Abschätzung lagen die Gesundheitskosten in Kalifornien insgesamt um 28 bis 151 Milliarden Dollar niedriger, als ohne Anti-Rauch-Programme zu erwarten gewesen wäre.

Die Forscher verweisen auf die hohe «Rendite» der Stop-Smoking- Programme, die mit einer vergleichsweise geringen Summe von 1,8 Milliarden Dollar gefördert wurden. Bei Gesamteinsparungen im Gesundheitswesen in Höhe von 86 Milliarden Dollar, dem wahrscheinlichsten Wert in der Studie, zahlte sich diese Investition 50-fach aus.

Die Werbespots des 1989 eingeführten staatlichen «Tobacco Control»-Programms zielen vor allem auf erwachsene Raucher ab, mit dem Ziel, Nikotingenuss als gesellschaftlich nicht akzeptabel darzustellen. Glantz und seine Kollegen merken kritisch an, dass die Regierungen trotz hoher Tabaksteuereinnahmen und Millionenabfindungen nach gerichtlichen Vergleichen mit den Tabakkonzernen nur ein kleines Budget für Anti-Rauch-Programme zur Verfügung stellen. Durch größere Kampagnen könnten die Gesundheitskosten «schnell um Hunderte von Milliarden Dollar» gesenkt werden, meinen sie. (dpa)

 
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