26. Aug 2008 07:48
Kampagnen gegen das Rauchen werfen für Staaten langfristig eine «hohe Rendite» ab, wie Wissenschaftler errechnet haben. Im US-Staat Kalifornien konnten dadurch mehrere Milliarden an Gesundheitskosten gespart werden.
Die Forscher verweisen auf die hohe «Rendite» der Stop-Smoking- Programme, die mit einer vergleichsweise geringen Summe von 1,8 Milliarden Dollar gefördert wurden. Bei Gesamteinsparungen im Gesundheitswesen in Höhe von 86 Milliarden Dollar, dem wahrscheinlichsten Wert in der Studie, zahlte sich diese Investition 50-fach aus.Die Werbespots des 1989 eingeführten staatlichen «Tobacco Control»-Programms zielen vor allem auf erwachsene Raucher ab, mit dem Ziel, Nikotingenuss als gesellschaftlich nicht akzeptabel darzustellen. Glantz und seine Kollegen merken kritisch an, dass die Regierungen trotz hoher Tabaksteuereinnahmen und Millionenabfindungen nach gerichtlichen Vergleichen mit den Tabakkonzernen nur ein kleines Budget für Anti-Rauch-Programme zur Verfügung stellen. Durch größere Kampagnen könnten die Gesundheitskosten «schnell um Hunderte von Milliarden Dollar» gesenkt werden, meinen sie. (dpa)