Krebsfrüherkennung: Wissenschaftler «erschnüffeln» Hautkrebs25. Aug 2008 11:29  |  Entnahme einer Geruchsprobe | Foto: Monell Chemical Senses Center, Philadelphia |
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Bei Hautkrebs ist eine frühe Diagnose wichtig für den Heilungserfolg. US-Wissenschaftler haben nun ein Verfahren entwickelt, wie sich diese Form des Krebses über den Geruch der Haut feststellen lässt.
Über 100.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an Hautkrebs. Durch eine Früherkennung hat diese Art des Krebses eijne sehr gute Heilungschance. Bisher lässt sich Hautkrebs aber nur durch eine Biopsie, also durch Abtragung von Gewebe, sicher diagnostizieren. US-amerikanische Forscher haben eine Methode entwickelt, wie sich Tumore erkennen lässt, auch ohne dass der Patient dabei verletzt und die Probe aufwändig analysiert werden muss.
Die Wissenschaftler um Michelle Gallagher haben herausgefunden, dass Tumore der Haut ein anderes Geruchsprofil haben als gesundes Hautgewebe. Sie untersuchten jeweils elf Patienten mit weißem Hautkrebs und elf gesunde Probanden, und analysierten die Geruchsproben in einem
Gaschromatographen
und einem
Massenspektrometer
. Zwar dünsteten beide Gruppen die gleichen Stoffe aus, doch das Verhältnis dieser Substanzen unterschied sich deutlich zwischen Gesunden und Erkrankten, wie die Wissenschaftler auf der Jahrestagung der
American Chemical Society
in Philadelphia berichteten.
Welche Substanzen genau das Team um Gallagher «erschnüffelte», ist allerdings geheim, da derzeit ein Patentanmeldungsverfahren für die Methode läuft. Das Team will nun spezielle Geruchsprofile für die verschiedenen Hautkrebsarten erstellen.
Ob die Methode den Praxisalltag erreichen wird, hängt allerdings von der Umsetzbarkeit in ein handliches Gerät ab. Für einen künftigen Schnelltest soll eine so genannte
elektronische Nase
soll über Sensoren die Geruchsprofile von Tumoren erkennen, während das Gerät ähnlich wie ein
Tricorder
in der Sciencefiction-Serie Star Trek über die Haut des Patienten geführt wird. (nz)
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