Wissenschaftlicher Durchbruch:
Labor spendet künstliches Blut
20.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Das Bedeutendste dabei sei, dass diese Zellen danach ihren Zellkern ausgestoßen hätten, wie sie es auch im menschlichen Körper bei der Reifung tun, berichtet das Magazin. «Experten sagten, das ist unmöglich, und wir waren selbst sehr überrascht, als es klappte», sagte Lanza dem Magazin.
So hatten zwar einige Forscher laut «New Scientist» bereits Rote Blutkörperchen hergestellt, diese aber nie zum Ausstoßen des Kerns gebracht. Der Schlüssel scheint zu sein, die Blutkörperchen auf bestimmten Bindegewebszellen aus dem Knochenmark wachsen zu lassen, wo sie auch gewöhnlich hergestellt werden.
Dieser Erfolg gebe Hoffnungen darauf, einmal große Mengen Roter Blutkörperchen der Blutgruppen Null herzustellen, die von keinem Empfänger einer Blutspende abgestoßen werden, berichtet der «New Scientist» zudem. Dieses Blut könnte dann jedem Patienten gegeben werden, ohne vorher die Blutgruppe bestimmen zu müssen.
Die Blutgruppe Null sei selten - unter den aus Europa stammenden Menschen seien es 8 Prozent, bei den Asiaten nur 0,3 Prozent. Das Forscherteam hatte in diesen Experimenten keine Zellen der Blutgruppe Null hergestellt, weil Blutgruppen schon genetisch in den embryonalen Stammzellen vorherbestimmt sind und keine der Ausgangszellen Gene dieser Blutgruppe besaß. (dpa)

