Der Wissenschaftler ist auch überzeugt, dass das lange geplante archäologische Museum in Troja kurz vor der Verwirklichung steht. Er schätzt die Baukosten für das Museum auf 20 bis 50 Millionen Euro. Der türkische Kulturminister Ertugrul Günay habe bei seinem Besuch vor kurzem versichert, dass dieses Vorhaben für ihn Vorrang genieße und er dafür auch Geld in seinem Etat zur Verfügung habe. Nach dem bisher für diesen Herbst geplanten Ende der Ausgrabungen hoffen die Wissenschaftler, in dem Museum auch eine Forschungsstation zur Auswertung der Funde der vergangenen 20 Jahre einzurichten.
Der Gouverneur der Provinz Canakkale, Orhan Kirli, sagte: «Ich bin sehr optimistisch, dass wir dieses Projekt beginnen.» Noch in diesem Jahr könne ein von der türkischen Regierung finanzierter internationaler Architektenwettbewerb für den Museumsbau ausgeschrieben werden. Die Gelder dafür sind nach Pernickas Informationen auf dem Weg.
Kirli äußerte die Hoffnung, dass die gesamte Region davon profitieren werde. Denn der Tourismus, der gegenwärtig etwa ein Zehntel der regionalen Wirtschaftskraft ausmache, könnte in der Folge einen deutlichen Aufschwung erleben. (dpa)