45 Trainingsminuten sind optimal:
Sportliche Männer haben besseren Sex
12. Aug 2008 12:58
 |  Auch Frauen freuen sich auf Männer, die Sport treiben | Foto: dpa |
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Männer sollten die richtige Dosis Sport haben, um die Produktion des Hormons Testosteron anzukurbeln. Nicht nur zu wenig, sondern auch zuviel Training könnte das Gegenteil bewirken.
«Alle Ausdauersportarten um die 45 Minuten sind perfekt, um den Hormonhaushalt anzukurbeln», sagt Urologe Frank Sommer, Professor für Männergesundheit am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.
Zuviel Sport bewirke allerdings genau das Gegenteil. «Gerade weil der Körper auf Aktivität reagiert und die Hormonproduktion durch Sport angeregt wird, können lange Ausdauersportarten wie Marathonlaufen für die Athleten gesundheitsschädlich werden», meint Sommer.
Marathonläufer oft mit schlechtem Hormon-Haushalt
Aus seiner eigenen Praxis kennt er Fälle, in denen Langstreckenläufer sich ihren Hormonhaushalt kaputt gerannt haben. Das Ergebnis bei einem seiner Patienten: eine hervorragende Platzierung beim Marathon, aber ansonsten Müdigkeit, Abgeschlagenheit und eine geminderte Libido. Testosteron wird vor allem in den Hoden produziert und ist unter anderem zuständig für die Ausbildung der Geschlechtsorgane, Behaarung und Muskelmasse. In der Urologie wird es unter anderem eingesetzt, um Problemen des alternden Mannes wie Erektionsstörungen oder Osteoporose zu begegnen. In der Sportszene ist Testosteron-Missbrauch keine Seltenheit.
Jeder zehnte Freizeitsportler dopt
Rund zehn bis zwölf Prozent aller Freizeitsportler dopen, um besser auszusehen, betonen Experten und warnen vor dem Testosteron aus dem Internetversandhandel. «Wer seiner Leistung und Virilität nachhelfen will und sich künstlich Testosteron zuführt, hat deutlich größere Chancen, seinem Körper zu schaden als auf dem Siegertreppchen zu landen», sagt Sommer. «Doping mit Testosteron kann bei manchen Menschen ganz schnell zu Lebererkrankungen führen. Langfristig wird das ganze System gestört und kann sich nicht wieder regenerieren», sagt er. Bei Frauen könne Testosteron-Doping sogar dazu führen, dass sich die Klitoris in einen kleinen Penis umforme. (AP)