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Ergebnisse der Welt-Aids-Konferenz: 

Von fünf HIV-Neuinfizierten sind zwei in Behandlung

08. Aug 2008 11:07
Aids-Kranker in Honduras
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Zwar endet die größte Konferenz zur Eindämmung der HIV-Epidemie mit einigen positiven Nachrichten: So habe die Zahl der in Behandlung befindlichen Infizierten zugenommen. Dennoch: Es fehlt an Mitteln und Initiativen für Frauen.

Ein Schuldenerlass für arme Länder und eine UN-Agentur für die Belange der Frauen könnten den Kampf gegen Aids stärken. Der größte Geldgeber, der Globale Fonds gegen Aids, Malaria und Tuberkulose, stellte die von der deutschen Regierung propagierte Initiative der Umschuldung bei der Weltaids-Konferenz in Mexiko-Stadt vor. Für eine nachhaltige Bekämpfung der Epidemie seien mehr finanzielle Mittel notwendig, sagte der für die Außenbeziehungen zuständige Fondsdirektor, der Deutsche Christoph Benn, am Rande der Konferenz.

Unterdessen wurde der Anstoß zur Gründung einer Frauenagentur im System der Vereinten Nationen bei der Konferenz begrüßt. «Die Schaffung einer neuen Agentur für Frauen würde die internationale Antwort auf die Aids-Epidemie drastisch verbessern», meinte die Organisation Free World in einer am Donnerstag in Mexiko verbreiteten Erklärung. Zuvor hatte sich der frühere US-Präsident Bill Clinton für eine eigene Frauen-Agentur stark gemacht. Nach Informationen von UNAIDS sind 80 Prozent der infizierten Frauen durch Gewaltanwendung in diese Lage geraten.

Der Direktor des Globalen Fonds, Benn, zog indessen eine positive Bilanz der Weltaids-Konferenz. «Es ist vieles erreicht worden», sagte. So habe die Zahl der in Behandlung befindlichen Infizierten zugenommen. «Das ist ein enormer Fortschritt.» Doch gleichzeitig gebe es noch vieles zu tun. Vor allem müsse die Prävention verstärkt werden.

Je zwei Patienten, die in Behandlung gekommen sind, hat das UN- Aidsprogramm im vergangenen Jahr fünf neue HIV-Infektionen gezählt. Dieser Trend müsse umgedreht werden, betonte Benn. «Für uns ist erst dann ein Meilenstein erreicht, wenn mehr Menschen in Behandlung kommen, als sich Menschen neu infizieren.»

Die zur Eindämmung der Seuche eingesetzten Mittel hätten zwar enorm zugenommen, sie reichten aber bei weitem nicht aus, betonte Benn. Der Globale Fonds hat nach eigenen Angaben umgerechnet bereits rund sieben Milliarden Euro aufgebracht. «Für eine nachhaltige und langfristige Bekämpfung sind aber weitere Mittel notwendig», sagte Benn weiter. Er forderte die Staaten auf, ihre Finanzzusagen auszuweiten. «Wir erwarten eine Erhöhung der Zusagen, und dass diese langfristig sein werden, weil die Behandlung der Infizierten lebenslang finanziert werden muss.» (dpa)

 
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